Jurij Rodionov hat das rot-weiß-rote Erstrunden-Duell beim Generali Open 2026 gegen Joel Schwärzler für sich entschieden. Der Niederösterreicher setzte sich mit 6:4, 6:2 durch und erreichte damit nach 2022 zum zweiten Mal das Achtelfinale des ATP-250-Turniers in Kitzbühel: „Am Anfang der Partie war ich ein bisschen nervös. Ich habe nicht so gut aufgeschlagen, zu kurz retourniert. Ich hatte Glück, dass Joel mich dafür nicht stärker bestraft hat“, erklärte Rodionov. „Im Laufe des ersten Satzes habe ich immer besser gespielt, mehr Selbstvertrauen bekommen, die Ballwechsel länger gestaltet und mich immer besser auf das Spiel eingelassen.“
Für Rodionov war es bereits der dritte Sieg in Kitzbühel innerhalb weniger Tage. Zuvor hatte er sich mit zwei Erfolgen durch die Qualifikation gekämpft. „Die Ausgangsposition ist gut, und in der zweiten Runde ist alles möglich. Ich habe hier bereits drei Matches gespielt, was auf dieser Höhenlage ein enormer Vorteil ist“, betonte der Österreicher. „Es ist immer ein Highlight und eine Ehre für mich, hier in Kitzbühel spielen zu dürfen.“
Im Achtelfinale trifft Rodionov auf die Nummer vier des Turniers, den Argentinier Tomás Martín Etcheverry: „Er hat in diesem Jahr noch kein einziges Mal auf Höhenlage gespielt. Das ist natürlich ein Vorteil für mich, den ich versuchen werde auszunutzen.“
Neumayer verpasst drei Satzbälle
Auch Lukas Neumayer gelingt die Kitzbühel-Revanche gegen Yannick Hanfmann nicht. Der 23-jährige Salzburger musste sich dem deutschen Kitzbühel-Spezialisten Yannick Hanfmann nach 1:44 Stunden mit 6:7(5), 4:6 geschlagen geben.
Im ersten Satz begegneten sich beide Spieler lange auf Augenhöhe. Der Salzburger servierte sogar zum Satzgewinn und erspielte sich drei Satzbälle, konnte jedoch keinen davon verwerten. Hanfmann schaffte das sofortige Rebreak, rettete sich ins Tie-Break und entschied dieses knapp mit 7:5 für sich. „Yannick hat gut gespielt und vor allem im zweiten Satz sehr gut serviert. Ich war mit meiner eigenen Leistung nicht wirklich zufrieden“, bilanzierte Neumayer. „Es war schwierig für mich, weil ich nicht richtig ins Spiel gekommen bin. Er hat mich bereits beim Return unter Druck gesetzt. Dadurch bin ich nicht zu meinen Schlägen gekommen und war viel in der Defensive, was nicht unbedingt meine Stärke ist.“
Hanfmann trifft im Achtelfinale auf den Sieger der rein argentinischen Begegnung zwischen dem als Nummer acht gesetzten Juan Manuel Cerúndolo und Marco Trungelliti.
Ofner am Dienstag auf dem Center Court
Morgen, Dienstag, steht mit Sebastian Ofner der vierte österreichische Einzelspieler im Mittelpunkt. Österreichs Nummer eins trifft im dritten Match ab 11 Uhr auf dem Center Court auf den Slowaken Alex Molcan. Zuvor eröffnen Jan-Lennard Struff und Aleksandr Shevchenko den Spieltag, gefolgt von der Begegnung zwischen den beiden ehemaligen Kitzbühel-Champions Sebastian Baez und Miomir Kecmanovic. Den Abschluss auf dem Center Court bilden Daniel Altmaier und Gstaad-Finalist Raphael Collignon. Auch Neumayer und Schwärzler sind nach ihrem Aus im Einzel noch einmal im Einsatz. Das österreichische Wildcard-Duo trifft im zweiten Match ab 11 Uhr auf dem Grandstand auf Fernando Romboli und John-Patrick Smith. Auf dem Küchenmeister Court beginnt der Spieltag ebenfalls um 11 Uhr mit einer Doppelpartie. Danach stehen die Einzelbegegnung zwischen Laslo Djere und Quentin Halys sowie ein weiteres Doppel auf dem Programm.