Damit gelingt Bublik etwas, das zuletzt Robin Haase in den Jahren 2011 und 2012 geschafft hatte: Als erster Spieler seit 14 Jahren erreicht er zwei Kitzbühel-Finalspiele in Folge. Für den 29-Jährigen ist es das 17. Endspiel auf der ATP Tour. Neun seiner bisherigen 16 Finalteilnahmen konnte er für sich entscheiden.
„Ich habe ein super Match gespielt und die Taktik für dieses Match gut umgesetzt. Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis und damit, wie ich gespielt habe“, analysierte der Weltranglistenelfte seine Leistung.
Im Kitzbühel-Finale trifft Bublik nun auf Quentin Halys – und damit auf jenen Spieler, der ihn erst vergangene Woche in Gstaad in einem engen Duell nach drei Sätzen im Tiebreak bezwingen konnte. „Er hat super gespielt, als er mich letzte Woche in Gstaad bezwungen hat. Es war sicher kein Glück, dass er mich besiegt hat. Morgen gibt es das Rematch, und ich bin mir sicher, dass es ein großartiges Spiel wird“, fiebert der Kasache dem Finale entgegen.
Halys übersteht Halbfinal-Krimi
Quentin Halys musste für seinen Finaleinzug deutlich mehr kämpfen. Der Franzose setzte sich in einem hochdramatischen Halbfinale gegen Yannick Hanfmann durch. Halys vergab nicht weniger als acht Matchbälle, ehe er im entscheidenden Tiebreak doch noch die Nerven behielt und den Sieg fixierte.
Hanfmann hatte sich mit der lautstarken Unterstützung der zahlreichen Fans – darunter viele deutsche Zuschauerinnen und Zuschauer – noch einmal zurückgekämpft und die Entscheidung erzwungen.
„Ich glaube, ich habe ein sehr gutes Match gespielt. Im zweiten Satz habe ich meinen Aufschlag und ein bisschen die Konzentration verloren. Yannick ist dann wieder zurückgekommen, aber ich bin fokussiert und selbstbewusst geblieben. Ich bin froh, dass ich das Match schlussendlich gewonnen habe“, sagte Halys.
Die Bedingungen in der Gamsstadt kommen dem Franzosen besonders entgegen: „Ich denke, dass ich gut in der Höhenlage spiele. Diese Bedingungen hier sind super für mein Spiel, weil es mit meinem Aufschlag für den Gegner schwierig ist, mich zu breaken. Ich agiere auch sehr aggressiv von der Grundlinie, und das hilft mir natürlich.“
Auch Court und Bälle sorgen für besonders schnelle Bedingungen: „Es ist wahrscheinlich einer der schnellsten Courts der Saison in Kombination mit einem der schnellsten Bälle. Ich bin froh, wie ich derzeit spiele, und der Fokus liegt bereits auf morgen.“
Trotz seines jüngsten Erfolgs gegen Bublik sieht sich Halys im Finale nicht in der Favoritenrolle: „Ich werde morgen sicher nicht der Favorit sein, aber ich denke, dass ich gute Waffen in meinem Spiel habe, um ihn zu schlagen.“
Zum dritten Mal in Folge steht damit ein Franzose im Kitzbühel-Finale. Vor Halys hatten Hugo Gaston 2024 und Arthur Cazaux 2025 das Endspiel des Generali Open erreicht. Für Halys ist es das zweite ATP-Finale seiner Karriere nach Gstaad 2024.
Heimische Glücksgefühle im Doppel: Miedler spielt um dritten Kitzbühel-Titel
Nach ihrem Premierensieg in Gstaad in der vergangenen Woche zieht das österreichisch-australische Duo Lucas Miedler und Marc Polmans auch ins Finale des Generali Open Kitzbühel ein. Die beiden setzten sich gegen N. Sriram Balaji und André Göransson mit 6:4, 6:7, 10:7 durch und folgten der deutschen Überraschungspaarung Jakob Schnaitter und Mark Wallner ins Endspiel. Schnaitter und Wallner bezwangen die topgesetzten Pierre-Hugues Herbert und Kevin Krawietz mit 6:2, 2:6, 10:8.
Einmal mehr sorgte die grandiose Stimmung im Kitzbüheler Tennisstadion dafür, dass Miedler und Polmans ihr bestes Tennis zeigen konnten. Lucas Miedler hat damit die Chance auf seinen dritten Kitzbühel-Titel im Doppel. 2021 und 2023 stemmte er gemeinsam mit Alexander Erler den Siegerpokal des Generali Open in die Höhe.